Beitrag von: Koordinator
Sehr geehrte Frau, sehr geehrter Herr,
vielen Dank für Ihre Nachricht.
Rückblickend und ohne detaillierte Angaben zu den damaligen Befunden ist es schwierig zu beurteilen, ob seinerzeit tatsächlich ein ausgeprägter Vitamin-B12- Mangel vorlag oder ob es sich tatsächlich um ein Hochrisiko-MDS (HR-MDS) gehandelt hat.
Ein ausgeprägter Vitamin-B12-Mangel kann im Blutbild und teilweise auch im Knochenmark ähnlich wie ein MDS imponieren. Wenn sich das Blutbild nach Substitution von Vitamin B12 vollständig normalisiert, spricht dies eher dafür, dass die Veränderungen durch den Vitamin-B12-Mangel verursacht waren.
Wichtig wäre zu wissen, ob in der initialen Knochenmarkuntersuchung molekulargenetische oder zytogenetische Veränderungen nachgewiesen wurden. Solche Veränderungen können die Diagnose eines MDS unterstützen und wären durch einen reinen Vitamin-B12-Mangel nicht zu erklären.
Wir würden Ihnen empfehlen, sich mit allen damaligen Befunden bei einer wohnortnahen Hämatologin bzw. einem wohnortnahen Hämatologen vorzustellen, um die damalige Diagnose noch einmal einzuordnen und gegebenenfalls Verlaufskontrollen des Blutbildes durchführen zu lassen.
Gern können wir Ihnen auch eine hämatologische Praxis bzw. ein Zentrum mit MDS-Expertise in Ihrer Nähe empfehlen, wenn Sie uns mitteilen, in welcher Region Sie wohnen.
Ich hoffe, diese Informationen sind Ihnen hilfreich. Für Rückfragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.
Viele Grüße,
Veröffentlicht am: 11. September 2026 um 10:12 Uhr
